Organisation Genossenschaft

können alle, als Einzelperson, Paar oder Familie. Bisher konzentriert sich das Projekt vor allem auf Konsument*innen in der Region Zürich, Interessierte aus anderen Regionen sind aber herzlich dazu eingeladen, Teil des Projektes zu werden.

Die Genossenschaft schliesst Verträge mit den einzelnen Betrieben, in welchen unter anderem auch die finanzielle Beteiligung der Genossenschaft sowie die Mitarbeit geregelt ist.

Organe der Genossenschaft sind Kerngruppe, Betriebsgruppen und die Generalversammlung. Die Kerngruppe kümmert sich um administrative Aufgaben in der Genossenschaft und wird von der Generalversammlung gewählt (Mitgliederverwaltung, Finanzen, Generalversammlung). Betriebsgruppen dienen jeweils für einen Landwirtschaftsbetrieb als Ansprech- und Vertrauenspersonen und koordinieren die Arbeitseinsätze auf den Betrieben. Die Genossenschaftsmitglieder wählen die Kerngruppe und entscheiden über wichtige Geschäfte an der alljährlichen Generalversammlung.

Produkte

Verschiedene Höfe (siehe Betriebe) sollen am Projekt beteiligt sein und damit soll eine diverse Produktepalette entstehen. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir für das Jahr 2021 in Aussicht stellen, dass sich der Produktekorb zusammensetzen wird aus 20 Liter Most, 2 Kg Gitzifleisch und 7 Kg Ziegen-/Kuhmilchkäse. Diese Produktepalette ist noch nicht definitiv und wird sich in den kommenden Jahren auch laufend verändern aufgrund der Teilnehmenden Höfe und der Machbarkeit von Transport und Lagerung.

Da die Produktion von Milch und Fleisch natürlicherweise aneinander gekoppelt ist, sind keine vegetarische Abos vorgesehen. Eine Tauschplattform für Genossenschaftsmitglieder ist geplant, damit zum Beispiel Vegetarier ihr Fleischanteil tauschen können.

Das Projekt und auch die verschiedenen Höfe bieten aber auch Raum und Fachwissen für die Herstellung vieler weiterer Produkte wie Leder, Wolle, Kräuter usw. Da für die mitarbeitenden Genossenschaftsmitglieder*innen eine Unterkunft organisiert werden muss, ist es auch denkbar, diese Unterkunft in Zeiten in denen sie nicht für die Mitarbeitenden gebraucht wird, den Mitgliedern verfügbar zu machen.

Kosten

Die Mitgliedschaft in der Genossenschaft ist an den einmaligen Erwerb eines Anteilscheins geknüpft. Die Höhe dieses Anteilscheins ist zum jetzigen Zeitpunkt des Projekts noch ungewiss, wird sich aber wohl auf einen Betrag von ca. 500 CHF belaufen. Die Einnahmen aus den Anteilscheinen bilden das Eigenkapital der Genossenschaft. Dieses Kapital wird für Investitionen wie Werkzeuge, Unterkunft, Transportfahrzeug, Lagerräumlichkeiten verwendet. Der Genossenschaftsbeitrag wird beim Austritt aus der Genossenschaft zurückerstattet.

Als Genossenschaftler kann man ein Abo beziehen, für das man einen jährlichen Beitrag bezahlt. Das Abo beinhaltet eine Zusammenstellung der Produkte der verschiedenen Betriebe welche mehrmals jährlich in regionale Depots verteilt werden. Auch die Höhe dieses Betriebsbeitrags ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festgelegt, wird sich aber voraussichtlich auch auf einen Betrag von 500 CHF belaufen. Damit werden laufende Kosten wie Löhne, Kost und Logis der Genossenschaftsmitglieder bei Arbeitseinsätzen etc. gedeckt.

Ein Abo kann nur auf eine Mindestlaufdauer von 3 Jahren abgeschlossen werden. Diese Laufzeit ist bewusst so angesetzt, um eine langfristige Verbindlichkeit bei den Betrieben zu gewährleisten, und um die Mitarbeit sinnvoll zu organisieren.

Mitarbeit

Wegen der grossen Distanz in die Surselva sollen die Genossenschaftsmitgliedereinsätze möglichst an einem Stück und nicht zwingend jedes Jahr erfolgen. Wir streben an, dass jedes Genossenschaftsmitglied 2-3 Tage pro Jahr oder eine Woche alle zwei Jahre einen Arbeitseinsatz leisten wird.

Einsätze können in verschiedensten Bereichen geleistet werden. Einerseits gibt es Alltagsarbeiten auf den Höfen wie zum Beispiel Ziegen hüten, den Stall machen aber auch Haushaltsarbeiten während den Mitgliedereinsätzen. Es gibt auch grosse Einsätze mit vielen Genossenschaftsmitgliedern wie zum Beispiel Heuen, Äpfel ernten oder Weidepflege. Neben der direkten Mitarbeit auf den Betrieben gibt es auch viele andere Aufgaben, wie zum Beispiel die Verteilung der Produkte auf Depot-Standorte oder administrative und gestalterische Aufgaben.

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